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Anleitung

 Ton und Glasur   Daniel Rhodes und Robin HopperJacqui Atkin

Ton und Glasur verstehen und anwenden

 

Ton und Glasur

Auszug aus dem Kapitel Massen.

MASSEN - Definition

Unter Masse versteht man eine Mischung verschiedener
Tone sowie eventuell weiterer Minerale zur Herstellung von
Keramikprodukten. Viele natürliche Tone sind ohne weitere
Veränderung verwendbar.
In Ziegeleien beispielsweise wäre es unwirtschaftlich, die
benötigten riesigen Rohstoffmengen erst anzumischen und
zu kneten. Tatsächlich kommen an vielen Stellen natürliche
Tonlagerstätten vor, die sehr gut zur Ziegelherstellung
brauchbar sind.
Viele Tone eignen sich direkt aus der Grube, nur mit der
passenden Menge Wasser angeteigt, ohne weitere Zusätze
als Töpferton. Diese könnte man als natürliche Massen
bezeichnen. In frühen Jahrhunderten waren die Werkstätten
grösstenteils auf solche Tone angewiesen. Sie wurden kaum
oder gar nicht verändert. Nur gelegentlich versuchte man die
Verarbeitungseigenschaften zu verbessern. Beispielsweise
wurde Sand beigegeben, um die Schwindung sowie die
Tendenz des Scherbens zu Verformungen beim Trocknen und
Brennen zu verringern.
Heute stellen Keramiker hohe Anforderungen an ihre Massen,
so dass sie gewöhnlich aus zwei oder mehr Ausgangstonen
gemischt werden, um bestimmte Eigenschaften zu erreichen.
Beispielsweise möchte man zum Drehen hochplastischen
Ton haben, der Scherben soll bei einer genau festgelegten
Brenntemperatur sintern, nach dem Brand weiß und
durchscheinend erscheinen, sich besonders gut als flüssiger
Giesston eignen oder ganz bestimmte Farben und
Oberflächen ergeben.
Damit man beim Mischen von Massen mit den gewünschten
Qualitäten rationell und systematisch vorgehen kann, ist es
wichtig, die physikalischen Eigenschaften des Tons und der
weiteren verwendeten Rohstoffe sowie ihr Verhalten beim
Brand zu kennen und zu verstehen.


Inhalt

Daniel Rhodes: geboren 1911 in Iowa, gestorben 1989 in Nevada

Vorwort des Herausgebers zur dritten Ausgabe 2000
Sicherheitshinweis
Einleitung

Teil 1 - Ton

1 Geologische Entstehung des Tons
1. Zusammensetzung der Erdkruste 2. Geologische Prozesse

2 Chemische Zusammensetzung von Tonmassen
1. Typische Zusammensetzung von Ton
2. Molekülstruktur des Tons

3. Entstehung von Ton aus Feldspat

Historische Epochen

3 Ton als Werkstoff
1. Partikelgrösse und -form
2. Plastizität   3. Primärtone   4. Sekundärtone

4 Trocknung und Brand
1. Der Trocknungsprozess
2. Erste Brennphasen - Trocknung und Wasseraustreibphase
3. Ausbrennphase 4. Quarzumwandlungen 5. Verglasung

5 Tonsorten
1. Kaolin   2. Ball clay   3. Feuerton   4. Kapseltone
5. Steinzeugton   6. Irdenwareton   7. Weitere Tonsorten

6 Tongewinnung und Aufbereitung
1. Tonförderung   2. Masseaufbereitung
3. Altern, Mauken, Kneten und Entlüften

Objekte von Kollegen, Zeitgenossen, Freunden und Schülern

7 Massen
1. Definition  2. Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften
von Massen   3. Entwicklung eines Masseversatzes am
Beispiel von Porzellan   4. Auswahl und Mischung geeigneter
Rohstoffe   5. Beispiel für eine Steinzeugmasse 6. Massen für
spezielle Gestaltungstechniken  7. Drehmassen
8. Modelliermassen   9. Giessmassen   10. Massen für
Pressverfahren, Ein- und Überdrehen   11. Farbe und Struktur
von Massen   12. Irdenware   13. Steinzeug  14. Rakumassen
15. Porzellanmassen   16. Ofen- und feuerfeste Keramik
17. Faserverstärkte Massen   18. Paperclay
19. Gesundheitliche Risiken

8 Engobe, Schlicker und Terra sigillata
1. Zusammensetzung   2. Einfärben der Engobe mit Farboxiden   3. Sinterengoben  4. Auftragstechniken für Engoben   5. Terra sigillata

Teil 2 - Glasuren

Einführung

9 Struktur und Eigenschaften von Glas und Glasuren
1. Siliciumdioxid als Grundbestandteil des Glases
2. Glasherstellung
3. Unterschiede zwischen Glas und Glasuren

10 Die Geschichte der Glasuren
1. Altägyptische Glasuren   2. Frühe Bleiglasuren
3. Ascheglasuren   4. Lehm- oder Schlickerglasuren
5. Feldspatglasuren   6. Salzglasuren

11 Die Oxide und ihre Funktion in Glasuren
Oxide und Oxidation   2. Glasur-Oxide   3. Wirkungsweise
der Oxide in Glasuren   4. Schmelzen der Glasur beim Brand
5. Siliciumdioxid - SiO2   6. Aluminiumoxid - Al2O3
7. Natriumoxid - Na2O   8. Kaliumoxid - K2O   9. Bleioxid - PbO   10. Calciumoxid - CaO   11. Bariumoxid - BaO
12. Magnesiumoxid - MgO   13. Zinkoxid - ZnO
14. Strontiumoxid - SrO   15. Antimonoxid - Sb2O3
16. Lithiumoxid - Li2O   17. Boroxid - B2O3

12 Rohstoffe für Glasuren
1.Aufbereitung von Glasurrohstoffen
2. Kieselsäure/Flint/Quarz - SiO2   3. Ton - Al2O3 2SiO2 2H2O   4. Feldspat   5. Calciumcarbonat, Kreide - CaCO3
6. Magnesiumcarbonat - MgCO3   7. Dolomit - CaCO3 MgCO3   8. Bariumcarbonat - BaCO3   9. Talkum - 3MgO 4SiO2 H2O   10. Strontiumcarbonat - SrCO3
11. Calciumborat, Colemanit, Gerstley-Borat - 2CaO 3B2O3 5H2O   12. Bleiglätte - PbO   13. Bleiweiss - 2PbCO3 Pb(OH)2  14. Bleimennige - Pb3O4   15. Zinkoxid - ZnO
16. Antimonoxid - Sb2O3   17. Natriumcarbonat, wasserfrei - Na2CO3   18. Knochenasche, Calciumphosphat-
4Ca3(PO4) 2CaCO3   19. Kryolith - Na3AlF6   20. Lepidolith - (HO2F)2 KLiAl2 Si3O10   21. Spodumen - Li2O Al2O3 4SiO2
22. Lithiumcarbonat - Li2CO3   23. Flussspat/Fluorit - CaF2
24. Kaliumcarbonat/Pottasche - K2CO3   25. Kaliumnitrat
/Kalisalpeter - KNO3   26. Borax - Na2O 2B2O3 10H2O

Niedrigbrand

13 Glasurberechnungen - Theorie und Ziele
1. Hyperglaze von Richard Burkett   2. Insight 5 - Programm zur Berechnung von Glasuren von Tony Hansen
3. Glasurberechnungsprogramme, von Ron Roy
4. Varianten bei Glasurrezepten   5. Oxidgruppen und ihre Funktion in Glasuren   6. Atomgewicht und Konventionen zur Darstellung der Mengenverhältnisse der Oxide in der Formel 7. Die Einheitsformel (Seger- oder Oxidformel)
8. Berechnung von Versatzrezepten aus der Segerformel
9. Beispiel zur Umrechnung eines Versatzrezeptes in die
Segerformel

Glasurberechnungen mit Rohstoffen, die mehrere Oxide enthalten
1. Liste der keramischen Rohstoffe   2. Äquivalentmasse
3. Feldspäte   4. Berechnung des Versatzrezeptes für eine
einfache Bleiglasur mit der Segerformel   5. Berechnung einer
Glasur mit Ton und Feldspat   6. Wahl der Rohstoffe für
Glasuren   7. Berechnung komplexer Glasurzusammen-setzungen   8. Berechnungsbeispiel mit einem komplexen Feldspat

Berechnung der Segerformel aus Versatzrezepten
1. Beispiel für die Ableitung der Einheitsformel aus einem Glasurrezept 2. Rechenschritte zur Erstellung der Segerformel aus dem Rezept

Praktische Probleme bei der Glasurberechnung
1. Vergleichen verschiedener Glasuren   2. Austausch und
Ersatz von Rohstoffen   3. Verändern der Segerformel
4. Proben mit neuen Rohstoffen

14 Die Zusammensetzung von Glasuren
1. Schmelzpunkte von Glasuren   2. Flussmittelwirkung verschiedener Oxide   3. Anteil von Siliciumdioxid und Aluminiumoxid in Glasuren   4. Grenzformeln

15 Glasurtypen
1. Niedrigbrennende Alkaliglasuren   2. Bleiglasuren
3. Glasuren mit Boroxid   4. Bristolglasuren (Zinkglasuren)
5. Porzellan- und Steinzeugglasuren

16 Glasurentwicklung
1. Erstellen von Glasurrezepten in Gewichtsprozent
2. Glasurentwicklung mit der Segerformel   3. Beispiel für die
Erstellung einer neuen Glasurformel 4. Glasurformel mit
einem bestimmten Grundstoff als Ausgangspunkt

17 Frittenglasuren
Vorteile von Frittenglasuren   2. Probleme mit wasserlöslichen
Rohstoffen   3. Methoden der Frittenherstellung
4. Berechnung von Fritten   5. Berechnung von Glasuren mit
einer Fritte   6. Einsatz von Frittenglasuren

18 Texturen und Oberflächeneffekte bei Glasuren
1. Deckende und transparente Glasuren
2. Matte und glänzende Glasuren

19 Farbglasuren und Einfärbung
Theorie der Glasurfarben   2. Eisenoxid   3. Kupferoxid
4. Kobaltoxid   5. Chromoxid   6. Manganoxid   7. Nickeloxid
8. Vanadiumoxid   9. Rutil   10. Ilmenit   11. Eisenchromat
12. Uranoxid  13. Selen und Cadmium 14. Weitere Farboxide

Mittlere Brenntemperaturen

20 Zusammensetzung und Mischen von Farbglasuren
Zugabe eines einzelnen Oxids zum Versatz
2. Mischungsreihen   3. Mischungsdreiecke
4. Zufallsbestimmte Glasurvarianten   5. Farbkörper
6. Testplättchen für Glasurproben   7. Glasieren und
Kennzeichnung von Probeplättchen   8. Dokumentation der
Testergebnisse   9. Sinnvolle Testserien

21 Mischen und Auftrag von Glasuren
Kugelmühlen   2. Anmischen und Sieben von Glasuren
3. Anmachwasser   4. Suspensionsmittel, Kleber, Flocker
5. Glasurauftrag durch Malen, Tauchen und Überschütten
6. Spritzen   7. Stärke der Glasurlage   8. Einsatzmöglich-keiten von Glasuren

22 Glasurbrand
Einsetzen der Ware in den Ofen   2. Verhalten der Glasur im Brand   3. Brennofenbedienung und Temperatursteuerung
4. Ungleichmässssige Temperaturverteilung   5. Vergleich
zwischen Gas- und Elektroöfen   6. Brennen mit Flaschengas, Öl und Holz  7. Fehler beim Brennen
8. Einmalbrand

23 Glasurfehler
Haarrisse 2. Absprengungen 3. Abrollen/Kriechen 4. Krater und Nadelstiche   5. Blasenbildung   6. Unter- und Überbrennen   7. Fehler beim Glasurauftrag  8. Gefahren
beim Brand   9. Mehrfachbrand

24 Unterglasurfarben und -dekors
Pigmente und Farbkörper für Unterglasurmalerei
2. Auftrag von Unterglasurfarben
3. Druckverfahren mit Unterglasurfarben

25 In- und Aufglasurdekors
1. Majolika   2. Aufglasurdekors und Porzellanmalerei
3. Drucken mit Aufglasurfarben

26 Reduzierender Brand und Reduktionsglasuren
Vorgänge beim reduzierenden Brand
2. Veränderungen des Scherbens durch Reduktion
3. Verhalten von Grundglasuren bei Reduktion
4. Farbentwicklung bei Reduktionsglasuren
5. Eisenoxid in Reduktionsglasuren   6. Kupferoxid in Reduktionsglasuren   7. Weitere Stoffe zum Einfärben von
Reduktionsglasuren   8. Steuerung der Vorgänge bei reduzierendem Brand

Hohe Brenntemperaturen

27 Effekt- und Spezialglasuren
Lüster   2. Salzbrand   3. Sodabrand   4. Lehmglasuren
5. Asche- und Ascheanflugglasuren   6. Unglasierte Oberflächen   7. Kristallglasuren   8. Krakeleeglasuren
9. Egyptian Paste (Selbstglasierende Massen)
10. Schwarze Glasuren   11. Rote Glasuren   12. Raku
13. Kombinierte Techniken

28 Schlussbetrachtung
Vielfalt der keramischen Werkstoffe

Glossar

Anhänge
Testen von Massen   2. Chemische Analysen verschiedener Tonsorten - Anmachwasser   3. Atom- und Molekulargewichte
4. Fallpunkte für pyrometrische Kegel   5. Masse und
Gewichte   6. Empfohlene Zusätze von Farboxiden zu
oxidierend gebrannten Glasuren - Empfohlene Zusätze von
Farboxiden zu Reduktionsglasuren   7. Grundglasuren
Versatzrezepte und Formeln

Bibliographie

Register


















































































Text und Bilder mit
Genehmigung des Verlags


 
Fr. 32.00 inkl. MWSt.

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